Unsere Stadt soll sauberer werden - oder nur weniger schmutzig?

In Witten liest man, beispielsweise auf Müllwagen, Parolen gegen die Verschmutzung der Stadt. Leider aber eben gegen die Verschmutzung, negativ, unter Nennung des Unerwünschten, und dann noch in einem bräsigen Ton. Daß das auch besser geht, mit positivem Claim und witzig, zeigt dieses Beispiel aus Berlin, der deutschen Hauptstadt:

Hier wird ein positives Bild propagiert, das die Einwohner Berlins dazu anspornt, an der Pflege ihrer Stadt mitzuwirken. Offenbar darf der Besucher oder Einwohner der Hauptstadt Freude dabei empfinden, sich für sein Umfeld zu engagieren. Warum aber wird in Witten nur das Negativbild kommuniziert, wodurch jedes Erfolgselebnis und jede Identifikation mit dem doch eigentlich löblichen Anliegen erschwert, wenn nicht gar verhindert wird? Warum geht das nicht anders, wie uns das (auch, und nicht nur dort!) in Berlin vorgemacht wird?

Kommunikationstheorie und Psychologie wissen schon lang, daß eine positive Ansprache ("halte Deine Stadt sauber!") viel besser funktioniert als eine negative Nörgelei ("mach die Stadt nicht schmutzig!").

Daß dafür auch eine ausreichende Zahl von Abfallbehältern erforderlich ist, versteht sich eigentlich von selbst. Doch auch hier hat Witten erhebliche Defizite!